K-i-E® Konzept

Wie wir Entscheidungen fällen

Wir haben zwei unterschiedliche Entscheidungssysteme, das Kognitions- und das Emotionssystem. Diese arbeiten parallel, weitgehend autonom und kommen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, auf Basis unterschiedlicher Gedächtnissysteme zu unterschiedlichen Entscheidungen. Gleichzeitig interagieren die beiden Systeme, wodurch sie eher wie ein monolithisches System erscheinen. Im emotionalen Erfahrungsgedächtnis ist das handlungsorientierte und das Expertenwissen repräsentiert.

Das K-i-E Konzept vereint die aktuellen Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft, der Gehirnarchitektur, der Emotionsforschung, Psychologie, Philosophie, Kognitionswissenschaft und der Entscheidungstheorie.

Das Emotionssystem arbeitet schnell, mühelos, ist dem Bewussten nicht zugänglich, non-verbal und sein Wahrnehmungsfokus ist eher umfassend. Auffällig ist, dass es unaufgefordert autonom aktiv wird und einen Handlungsimpuls liefert, der sich in stimmig bzw. nicht-stimmig ausdrückt. Das Emotionssystem erkennt die Bedeutung der Objekte zeitlich früher und beeinflusst damit den langsameren Erkennungsprozess des Kognitionssystems in den frühen Phasen. In den späteren Phasen kann der Kognitionsprozess den bereits erzeugten Handlungsimpuls aus dem Emotionssystem überformen.

Die Versorgung beider Entscheidungssysteme erfolgt über den Thalamus, der die sensorische Wahrnehmung doppelt und an beide Entscheidungssysteme weiterleitet. Beide Systeme bauen weitgehend unabhängig daraus ihre eigenen semantischen Objekte auf. So lässt sich mit diesem Konzept schlüssig erklären, warum wir glauben, in der Dämmerung vor einer Schlange weggesprungen zu sein und erst zeitlich später erkennen, dass es nur ein Zweig war, auf den wir getreten sind.

Das K-i-E Konzept kann die Intuition stimmig erklären. Sie ist das Ergebnis der Emotionsverarbeitung und sie kann somit bewusst nutzbar gemacht werden. Die Intuition bekommt eine klare und präzise Stimme. Durch die normierte K-i-E Skala kann sowohl der internale Dialog als auch die Diskussion im Team bewusst geführt werden und in die Entscheidungen Einzug nehmen.

Auch wenn vieles bekannt und der Unterschied zum Herkömmlichen zuweilen gering erscheinen mag, treten erstaunliche, nahezu revolutionäre Ergebnisse zu Tage. Diese ändern, justieren, verfeinern und verbessern die herkömmlichen Systeme im Training, Business und Personal Coaching und in der Beratung und zuweilen stellen sie diese auf den Kopf. Unser Selbst- und Weltbild wird durch das K-i-E Konzept erschüttert, demontiert und wieder zu einem neuen, viel schlüssigeren und wahrhaft korrekten Bild zusammengesetzt.

Der Widerstreit von Vernunft und Bauchgefühl, „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“ von Johann Wolfgang von Goethe, wird aufgelöst und in einem funktionalen Entscheidungsprozess zusammengeführt.

Aristoteles beschreibt das K-i-E Konzept bereits in seiner Zeit mit den Worten:

„Wir benutzen unseren Intellekt nur dafür, um unsere bereits getroffenen Entscheidungen im Nachhinein zu erklären.“

Aristoteles‘ Aussage ist somit eine neurologische Notwendigkeit und die Erfahrungen im Management bringt Richard Graf auf Grundlage seiner Management- und Vorstandstätigkeit in leichter Abwandlung auf den Punkt: „Wir benutzen unseren Intellekt nur dafür, um unsere bereits getroffenen Entscheidungen im Nachhinein zu rechtfertigen.“

Zitat

„Mit zwei Entscheidungssystemen fühlt es sich zuweilen getrennt an.“
Richard Graf